Airport Trophy

Erfolg braucht Geduld und Konstanz

Für die Schweizer U21-Auswahl bildet das Heimturnier in Kloten in diesem Jahr ein Sonderfall. Nach dem radikalen Umbau der A-Nationalmannschaft spielt jetzt in Kloten im wichtigsten Nachwuchsturnier eine Perspektivauswahl und nicht mehr die eigentliche U21-Auswahl. In der Auswahl aber hat es junge Spieler, die sich für den Weg des A-Nationalteams in den Vordergrund spielen wollen.

Keine Frage: Würde die Schweizer U21-Nachwuchs-Auswahl an der Airport-Trophy 2017 in bestmöglicher Besetzung antreten, wäre sie wohl ein Kandidat für den Turniersieg. Der Schweizerische Handball-Verband setzt aber in der Entwicklung der Sportart auf eine längerfristige Perspektive und hat deshalb das A-Nationalteam so radikal umgebaut, dass einige der Kaderspieler zwar noch im U21-Alter wären, jetzt für die Airport Trophy aber bereits nicht mehr zur Verfügung stehen. Denn Spieler wie Lenny Rubin, Lucas Meister oder Samuel Röthlisberger sind in den Tagen vor dem Turnier mit der A-Nationalmannschaft unterwegs.
Der Entscheid hat auch damit zu tun, dass sich die U21-Auswahl nicht für die Weltmeisterschaft in Algerien zu qualifizieren vermochte. Erstmals seit Jahren, angesichts der Entwicklung aber durchaus erklärbar.

Nun schickt der SHV eine Perspektivauswahl an die Airport Trophy. Und die könnte es – nicht trotz, sondern gerade wegen der speziellen Situation – durchaus in sich haben. Denn im Team tritt eine ganze Reihe junger Spieler an, die im neuen Weg des A-Nationalteams ihre Perspektiven sehen und nichts mehr wollen, als in absehbarer Zukunft auch dort zu sein. Eine wichtige Rolle spielen soll in diesem Team auch der Bülacher Cédri Tynowski.

Dass diese Spieler mit Vollgas, Leidenschaft und viel Können das Schweizer Dress tragen werden, ist klar. Denn der heutige Trainer des A-Nationalteams, Michael Suter, war noch bis vor wenigen Monaten die treibende Kraft der Schweizer Nachwuchsförderung. Er wird an der Airport Trophy mit Sicherheit das eine oder andere Mal als Zaungast in der Ruebisbachhalle anzutreffen sein. NIemand weiss besser als er, dass Erfolg im Sport enorm viel Geduld und Konstanz braucht.

Man darf also vom jungen Schweizer Team  nicht zu viel erwarten gegen die WM-Teilnehmer. Aber man darf sich trotzdem positiv überraschen lassen vom Ehrgeiz und vom Willen, gemeinsam einen weiteren Entwicklungsschritt zu machen.



Kader

Nr. Vorname Name Jahrgang Club cm kg
10 Albin Alili 1996 HC Kriens 1.98 99
15 Tim Aufdenblatten 1996 HSC Suhr Aarau 1.93 100
13 Joël Bräm 1996 HSC Suhr Aarau 1.86 88
23 Gino Delchiappo 1998 SG Pilatus 1.90 86
4 Gabriel Felder 1998 TV Steffisburg 1.81 86
  Thierry Gasser 1998 TSV St. Otmar St. Gallen 1.90 81
11 Marco Giovanelli 1998 BSV Bern Muri 1.85 88
8 Jan Gwerder 1996 TSV St. Otmar St. Gallen 1.79 70
  Noah Haas 1998 Kadetten Schaffhausen 2.04 80
16 Noah Huber 1996 Kadetten Schaffhausen 1.89 97
7 Michael Kusio 1998 BSV Bern Muri 1.96 98
  Lukas Laube 2000 HSC Suhr Aarau 1.90 85
3 Yannick Ott 1996 Pfadi Winterthur 1.85 80
12 Fabian Pellegrini 1996 HC GS Stäfa 1.86 82
  Lucas Rohr 1998 BSV Bern Muri 1.96 98
2 Jonas Schelker 1999 Kadetten Schaffhausen 1.82 73
1 Magnus Staub 1998 Pfadi Winterthur 1.93 96
9 Claudio Vögtli 1996 HC Kriens 1.87 74
18 Samuel Weingartner 1996 TSV Fortitudo Gossau 1.99 78




Staff

Vorname Name Jahrgang Funktion
Petr Hrachovec 1972 Coach
Marcel Tobler 1978 Assistant coach
Martina Büel 1987 Physiotherapist