Airport Trophy

Airport Trophy 2017 mit klingenden Namen

Ein Hauch von Champions League und Weltmeistern weht vom 30. Juni bis 2. Juli durch die Klotener Ruebisbachhalle. Die Airport Trophy macht ihrem Namen als bestbesetztes Handball-Nachwuchsturnier Europas auch in diesem Jahr alle Ehre. Die Gästeteams aus Deutschland, Frankreich und Spanien bringen einige klingende Namen der aktuellen Handball-Szene nach Kloten.

Nachwuchs-Handball der Extraklasse garantiert die Airport Trophy seit nunmehr schon bald 10 Jahren. Das Vierländerturnier im Sommer ist bei den Topteams der internationalen Szene heiss begehrt und ist in der Vorbereitung auf kommende Welt- oder Europameisterschaften zum Inbegriff der Qualität geworden. Qualität im sportlichen Bereich zur Vorbereitung, aber auch in der Organisation.

Die Turnier-Ausgabe Ende Juni 2017 steht ganz im Zeichen der bevorstehenden U21-Weltmeisterschaft. Die ältesten Nachwuchsteams treffen sich in Algerien, um den Weltmeistertitel auszuspielen. Und mit Deutschland, Frankreich und Spanien kennt der Grossanlass in Nordafrika drei Mitfavoriten. Da ist es kein Zufall, dass ausgerechnet diese drei Teams zusammen mit einer Schweizer Nachwuchs-Auswahl das Teilnehmerfeld bilden für die Turnier-Ausgabe 2017. Mit Spanien ist der amtierende Europameister, mit Frankreich der amtierende Weltmeister am Turnier dabei, mit Deutschland der Europameister 2014.

Klingende Namen bei Spanien

Dass Deutschland, Frankreich und Spanien zu den Favoriten gehören bei der kommenden Weltmeisterschaft, hat auch damit zu tun, dass deren Teams auf klingende Namen zählen können, die bereits heute schon im Männerhandball aktiv sind. Allen voran Spaniens Supertalent Alex Dujshebajev. Der Sohn des kirgisisch-stämmigen Vaters Talant Dujshebajev (zuletzt Nationaltrainer in Polen) , dessen Bruder Dani letzte Saison beim Mazedonischen Topclub Vardar Skopje beim Gewinn der Champions League im Einsatz stand. Dabei hat er nicht als einziger des spanischen Teams das Handball-Gen in die Wiege gelegt bekommen. Denn mit Oleg Kisselev, dessen gleichnamiger Vater zum letzten russischen Weltmeister-Team zählte, hat ein zweiter Spieler aus dem Team einen im Handball berühmten Namen. 

Frankreichs goldene Generation

Ein grosses Team gastiert auch mit Frankreich an der Airprot Trophy. 6x Weltmeister, 2x Europameister, 2xOlympiasieger - und das in den letzten 12 Jahren: Frankreichs Handballer dominierten international die letzten Jahre wie kaum je eine andere Nation. "Stolz und blau" (#fieretbleu) war denn auch eine durchaus zutreffende Bezeichnung der Blau-Weiss-Roten, die noch fast mehr als "Goldene Generation" in die Sportgeschichte eingehen wird. Auf dieser Fährte befindet sich nun auch der Nachwuchs Frankreichs. Mit riesigen Mengen an finanziellen Mitteln wurde die nachhaltige Nachwuchsförderung umgekrempelt. Die Vereine wurden in die Pflicht genommen und dabei vorbildlich vom Verband und vom Staat unterstützt. Diese Initiative trägt Früchte - und wird es auch in absehbarer Zukunft noch tun. Bronze bei der EM 2016, sowie zwei Mal Weltmeister bei den U19 und U21 - so liest sich das Palmares einer Spitzennation, die auch im Nachwuchsbereich fast Unglaubliches geleistet hat. Auch im Team Frankreichs sticht ein grosser Name hervor: Melvyn Richardson. Sein Vater Jackson war eine jener schillernden Figuren, welche am Anfang standen des aktuellen französischen Höhenflugs. Der "Überflieger" mit den Rasta-Locken prägte seine Zeit mit individueller Genialität, Inspiration und Sprungkraft. Die Fusstapfen sind also gross, in die Melvyn tritt.

Deutscher Kampfgeist

Zu den Titelanwärtern bei der Weltmeisterschaft zählt auch die Auswahl Deutschlands. Der deutsche Handballbund investiert enorme Ressourcen in die landesweite Nachwuchserfassung und die Nachwuchsförderung. Von Schulprojekten über Förderprojekte bis hin zur Spitzensportförderung. Da erstaunt es nicht, dass der grösste Handball-Verband der Welt auch bei den Nachwuchs-Nationalteams seit Jahren wieder konstant an der Spitze mit dabei ist. Die Krönung war zuletzt der Europameister-Titel einer jungen deutschen Auswahl in Polen. Mit Fabian Wiede, Simon Ernst und Jannik Kohlbacher gehörten drei Spieler zum Kader, das ein halbes Jahr vorher bei der U20-Europameisterschaft die Goldmedaille geholt hatte.

Das aktuelle Team Deutschlands zählt denn auch für die kommende U21-Weltmeisterschaft in Algerien zu den Favoriten. Der EM-Zweite will dabei seine Fortschritte bestätigen. Mit einem Turniersieg in Frankreich (drei Siege) hat das Team diese Absichten schon mal markiert. Gegner dort waren bereits damals Frankreich und Spanien sowie Portugal.

Schweiz im Umbruch

Mit Spannung wird man auch den Auftritt des Schweizer Teams an der Airport Trophy verfolgen. Nach der radikalen Verjüngung des A-Nationalteams gab es auch in den Strukturen der Nachwuchsförderung einen Umbruch. Die WM in Algerien im Sommer wird die Schweiz zwar verpassen. Doch dieser "Rückschlag" ist bewusst kalkuliert. Einige jener Spieler, die nominell im U21-Team spielen sollten, werden an der Airport Trophy nicht dabei sein, weil sie den Sprung ins A-Team bereits hinter sich haben. Antreten wird der Gastgeber deshalb mit einer stark verjüngten Auswahl. Diese kann ohne Druck aufspielen - und vielleicht gerade deshalb über sich hinauswachsen. Zum Schweizer Kader gehört auch der Bülacher Cedrie Tynowski, der im Kader des NLA-Clubs Pfadi Winterthur einen grossen Entwicklungsschritt gemacht hat und auf Rechtsaussen zu den grössten Talenten der Schweiz zählt.

  

Spielplan Airport Trophy 2017

Freitag, 30.6.2017

19.00    Schweiz - Frankreich

21.15    Deutschland - Spanien

 

Samstag, 1.7.2017

16.00    Frankreich - Deutschland

18.15    Schweiz - Spanien

 

Sonntag, 2.7.2017

11.00    Spanien - Frankreich

13.15      Schweiz - Deutschland