Airport Trophy

Schweiz an der EM-Endrunde - Airport Trophy ein wichtiges Puzzleteil!

Auch die Airport Trophy hat aus der Ferne dem Schweizer Handball-Nationalteam die Daumen gedrückt in der EM-Qualifikaiton. Und hat mitgejubelt, als der historische Erfolg feststand. Denn so ganz unbeteiligt war das Nachwuchsturnier in der Klotener Ruebisbachhalle nicht....

«10 Jahre Airport Trophy» wird in diesem Jahr gefeiert. Und ein wertvolleres, schöneres und eindrücklicheres Jubiläumsgeschenk hätte der Schweizer Handball der «Institution Airport Trophy» nicht machen können als mit dem denkwürdigen Abend in der serbischen Provinz von Novi Sad: Erstmals seit 2003 qualifiziert sich ein Schweizer handball-Nationalteam auf sportlichem Weg wieder für die Endrunde in einem grossen europäischen Titelturnier!


Es war im Nachgang zur Euro 2006, als die nachhaltige Wirkung des organisatorischen Kraftaktes der Euro-Organisation in der Schweiz zu verpuffen drohte. Edi Wickli, früher selber Nationalspieler und in der EM-Organisation für den Bereich Sport zuständig, packte an und stellte für 2010 ein Nachwuchsturnier auf die Beine: «Dem Nachwuchs eine Bühne geben, um sich mit Gleichaltrigen messen zu können,» war damals das Ziel.


Mit dem HC Kloten (heute kloten handball) fand er einen Verein, der mit einer sportgeisterten Stadt im Rücken, einer Sporthalle an guter Verkehrslage und vielen engagierten Helferinnen und Helfern das Turnier mittrug. Die Idee eines Nachwuchnsturniers auf absolutem Top-Level fiel bei einem auf besonders fruchtbaren Boden: Michael Suter. Der damalige Nachwuchs-Nationaltrainer der Schweiz forcierte die Turnier-Teilnahme der Schweiz und stand in der Geburtsstunde des Turniers Pate für die Idee. «Sich mit den besten der Welt messen zu können, das ist immer etwas ganz Spezielles», liess sich Suter im ersten Programmheft des Turniers zitieren. Es gehe um die Entwicklung Richtung Zukunft – da sei eine Lehrstunde gegen ein Weltklasse-Team deutlich sinnvoller als ein allfälliger Turniersieg gegen schwächer eingestufte Teams. Nur wer gefordert werde, werde auch richtig gefördert.
Im Startjahr des Klotener Nachwuchsturniers waren mit Partner, Luka Maros, Nicolas Raemy und Marvin Lier vier Spieler dabei, die nun im A-Nationalteam tragende Rollen spielten. Und dass mit Raemy einer davon im Jahr 2010 der bisher erste und einzige Schweizer Torschützenkönig an der Airport Trophy wurde, ist eine nette Anekdote aus den Geschichtsbüchern. Fakt aber ist: In den Folgejahren kamen weitere Schweizer Spieler dazu, die an der Airport Trophy oftmals ihre ersten richtigen Erfahrungen auf internationalem Parkett machten. Die Liste ist lang und liest sich fast wie die Teamaufstellung vom Sonntag im serbischen Novi Sad – verletzte Spieler inklusive: Kusio, Meister, Rubin, Tynowski, Markovic, Küttel, Vernier ....


Besonders erfreulich am Erfolg von Novi Sad: Im Kader des Teams standen mit Jonas Schelker, Philip Nowak und Samuel Zehnder drei Spieler, die aufgrund ihres Jahrgangs an der Airport Trophy noch mit der U21-Auswahl spielen könnten. Sie wurden im Sinne eines behutsamen Heranführens ans A-Team aber bereits nach Serbien mitgenommen. Sie werden aber mit Sicherheit die nächste Generation sein, die den jetzt erreichten Erfolg nachhaltig werden lassen.


Michael Suter blieb auch ein grosser Promotor des Turniers, als er vor drei Jahren seine konsequente Förderung im A-Nationalteam fortsetzte. Am Sonntag erlebte die «Idee Suter» mit einer konsequenten Förderung des Nachwuchses ohne viele Kompromisse den «Proof of the concept»: die Schweiz wird im Januar 2020 erstmals seit dem Auftritt als Gastgeber 2006 wieder an einer EM-Endrunde dabei sein. Und die Airport Trophy in Kloten freut sich zum10jährigen Turnierjubiläum über diese Erfolgsmeldung. Denn Erfolg von Novi Sad gibt auch den Turniermachern recht. Hartnäckigkeit, Beharrlichkeit und Engagement zahlen sich aus!