20 starke Minuten reichen nicht: Schweiz unterliegt Frankreich deutlich mit 21:31 (9:14)
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Die Schweizer Auswahl hält gegen abgeklärte Franzosen anfangs stark mit, verliert nach einer langen Torlos-Phase vor der Pause aber komplett den Anschluss.
Zum Auftakt der Airport Trophy vor heimischem Publikum startete die Schweiz dynamisch in die Partie. Tiago Cuencas eröffnete das Skoring für die Gastgeber und erwies sich in der Folge als kreativer Dreh- und Angelpunkt im Schweizer Spiel. Er dirigierte den Rückraum mit viel Übersicht und setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene. Bis zur 19. Minute verlief die Begegnung beim Stand von 8:8 völlig ausgeglichen. Danach folgte jedoch ein herber Bruch im Schweizer Spiel: Begünstigt durch einen vergebenen Siebenmeter und eine Zeitstrafe blieben die Gastgeber die letzten elf Minuten der ersten Halbzeit komplett ohne eigenen Treffer. Frankreich nutzte diese offensive Durststrecke eiskalt aus und zog bis zur Pause vorentscheidend auf 9:14 davon.
Auch in der zweiten Halbzeit eröffnete Cuencas den Torreigen für die Schweiz, doch der Rückstand pendelte sich schnell bei fünf Toren ein. Während sich die Schweizer nun zunehmend in wenig erfolgreichen Einzelaktionen verzettelten, kam Frankreich durch flüssige Kombinationen regelmässig zu leicht herausgespielten Chancen.
Als Cuencas in der 45. Minute eine Pause erhielt, verlor das Schweizer Team sichtlich die Ordnung und der Rückstand wuchs schnell auf zehn Tore an. Einzig Alessandro Lüthi stemmte sich im Schweizer Angriff noch mit einigen starken Aktionen gegen die Niederlage und betrieb Resultatkosmetik. Auf französischer Seite drehte in der Schlussphase Kreisläufer Vincent Gress Hayet auf, der von der Schweizer Abwehr kaum zu stoppen war. Sinnbildlich für den unglücklichen Schweizer Abend knallte ein letzter Siebenmeter kurz vor dem Abpfiff nur an die Latte, womit die klare 21:31-Niederlage besiegelt war.
Kollektive Steigerung gegen den Titelverteidiger zwingend nötig
Frankreich feiert einen auch in dieser Höhe verdienten Erfolg gegen die Schweiz. Das Heimteam konnte das hohe Niveau der Franzosen nur über zwanzig Minuten mitgehen, danach reichte es sowohl individuell als auch als Kollektiv nicht mehr aus. Tiago Cuencas zeigte eine starke Leistung als Spielgestalter, stand phasenweise aber auf verlorenem Posten und braucht zwingend mehr Unterstützung von seinen Nebenleuten. Um gegen den amtierenden Titelverteidiger Spanien am Samstag eine Chance zu haben, muss die Mannschaft vor allem in der Offensive deutlich mehr Konstanz auf die Platte bringen.

.png)



Kommentare