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Grossartiger Kampf bleibt unbelohnt: Schweiz unterliegt Spanien haarscharf mit 32:33 (18:14)

  • vor 19 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Trotz einer zeitweisen Sechs-Tore-Führung und einer starken Leistung von Spielmacher Tiago Cuencas muss sich das Heimteam dem Titelverteidiger nach einer dramatischen Schlussphase geschlagen geben.


Nach der deutlichen Auftaktniederlage zeigte die Schweizer Auswahl am zweiten Turniertag ein völlig anderes Gesicht. Von Beginn an spürte man die enorme Entschlossenheit der Eidgenossen. Rino Hochuli, der am Vortag überzählig war, eröffnete auf dem rechten Flügel stark, und die Schweiz ging früh mit 3:1 in Führung. Die sehr offensive Deckung der Spanier spielte vor allem der Schnelligkeit von Tiago Cuencas in die Karten, der in dieser Phase vom Gegner kaum zu bremsen war.


Nach dem Treffer zum 6:3 nahm Spaniens Coach bereits in der 8. Minute völlig unzufrieden ein frühes Timeout. Doch die Schweiz blieb konzentriert: Jede gelungene Abwehraktion wurde lautstark gefeiert, und als Torhüter Lino Schneider per Weitwurf ins verwaiste spanische Gehäuse traf, wuchs der Vorsprung auf vier Tore an. Mit einer hochverdienten 18:14-Führung für die Gastgeber ging es in die Kabine. Schon zu diesem Zeitpunkt rieben sich viele Zuschauer verwundert die Augen: Wie lange konnte die Schweiz dieses extrem hohe Niveau gegen den Favoriten halten? Wann würden die Spanier aufdrehen?


Starke erste Minuten und der verhängnisvolle Einbruch

Der Start in den zweiten Durchgang verlief beeindruckend. Nils Epp, der im Vergleich zum Vortag deutlich mehr Zug zum Tor entwickelte, setzte mit mehreren gelungenen Aktionen wichtige Akzente. Als der Schweiz kurz darauf ein spektakulärer Kempa-Trick zur 20:15-Führung gelang, schien die Sensation beim Stand von 23:17 zum Greifen nah.

Doch dann wendete sich das Blatt: Spanien stellte die Deckung extrem offensiv um, teils bis an die Mittellinie, womit die Schweizer im Spielaufbau zunehmend Mühe bekundeten. Es folgte der Knackpunkt der Partie: Über zehn Minuten lang, von der 35. bis zur 47. Minute, blieben die Eidgenossen komplett ohne eigenen Treffer. Spanien bestrafte diese Fehler im Schweizer Angriffsspiel mit einem brutalen 8:0-Lauf und drehte die Partie zum 25:23.


Hitzige Schlussphase in Kloten

Die Schweiz fand jedoch noch einmal die Energie, um zurückzuschlagen. Angetrieben von Cuencas, der am Ende unfassbare 12 Tore erzielte, glichen die Hausherren zum 26:26 aus. In der hitzigen Schlussphase kochten die Emotionen auf und neben dem Feld hoch. Nach einem heftig reklamierten, aber nicht gepfiffenen Fussspiel der Spanier kassierte die Schweizer Bank in der 57. Minute eine folgenschwere Zeitstrafe.

Die Unterzahl überstanden die Schweizer zwar schadlos, doch 1:20 Minuten vor dem Ende brachte Sergio Sanchez Vidan die Iberer vorentscheidend in Front. Im letzten Schweizer Angriff 17 Sekunden vor dem Abpfiff musste Cuencas aus einer schwierigen Situation heraus den Abschluss über den spanischen Block suchen – der Ball strich jedoch knapp über die Latte und besiegelte die hauchdünne 32:33-Niederlage.


Starker Charaktertest macht Mut für das Deutschland-Duell

Trotz des bitteren Ausgangs war dies ein couragierter Auftritt der Schweizer Nationalmannschaft. Das Team bewies über weite Strecken, dass es den amtierenden Vizeweltmeister am Rande einer Niederlage halten kann. Einzig die zehnminütige Torlos-Phase im zweiten Durchgang verhinderte den verdienten Coup. Tiago Cuencas wurde völlig zurecht als bester Spieler der Schweiz ausgezeichnet, während auf spanischer Seite Sergio Sanchez Vidan in den entscheidenden Momenten die Akzente setzte. Mit dieser Leistung im Rücken ist am Sonntag im Prestige-Duell gegen Deutschland definitiv alles möglich.



 
 
 

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