top of page

Über die Defensive zum Erfolg: Deutschland bezwingt Frankreich 28:21 (14:8)

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Nach der Auftaktniederlage findet der U19-Weltmeister über eine sehr starke Abwehrarbeit zurück in die Erfolgsspur.


Die Begegnung am zweiten Spieltag der Airport Trophy was von Beginn an von intensiver Defensivarbeit geprägt. Frankreich startete mit einer sehr kompakten Abwehr, doch William Reichardt eröffnete für Deutschland mit einem starken Zweikampf und dem ersten Treffer. In der Anfangsphase schenkten sich beide Teams nichts, einfache Tore waren Mangelware. Beide Offensivreihen suchten immer wieder den Weg über die Kreisläufer. Nach zwölf Minuten spiegelte der knappe Spielstand von 4:5 den harten Charakter der Partie wider.


Ab der 15. Minute erarbeitete sich Deutschland erstmals einen leichten Drei-Tore-Vorsprung, was Frankreich zu einem Timeout zwang. Die DHB-Auswahl liess sich jedoch nicht bremsen, stand in der Verteidigung bombensicher und zwang die Franzosen zu Fehlern. Angetrieben von Kreisläufer Julius Hein, der am Kreis kaum zu kontrollieren war, startete Deutschland einen beeindruckenden 6:0-Lauf. Frankreich blieb sage und schreibe 14 Minuten lang ohne eigenen Treffer, ehe ein Siebenmeter die Torlos-Phase brach. Die deutschen Torhüter zeigten im perfekten Zusammenspiel mit dem Defensivblock eine solide Leistung. Ohne grosses Spektakel, dafür mit viel harter Arbeit, ging es mit einer verdienten 14:8-Führung für Deutschland in die Kabine.


Französische Aufholjagd scheitert am deutschen Schlussmann

Frankreich kam deutlich entschlossener aus der Pause und profitierte in der Anfangsphase von einigen deutschen Abspielfehlern auf der rechten Angriffsseite. Nach einem deutschen Timeout verkürzte Frankreich durch den agilen Kreisläufer Victor Gildas per Doppelpack im Gegenstoss auf 16:18. Die französische Deckung stand nun deutlich stabiler und das Spiel wurde körperlich noch intensiver. Reichardt erlöste die Deutschen in dieser Druckphase mit einem wichtigen Treffer zum 19:17. Selbst eine anschliessende Zeitstrafe steuerte Deutschland unbeschadet aus und erhöhte per Gegenstoss wieder auf vier Tore.

In der Schlussphase kam Frankreich zwar über Vincent Gress Hayet am Kreis noch zu schönen Kombinationen, doch der Vorsprung der Deutschen pendelte sich bei drei Toren ein. Vier Minuten vor dem Ende fiel die Vorentscheidung: Bei drohendem Zeitspiel übernahm Johan Rohwer die Verantwortung und traf mit einem Wurf über den französischen Block hinweg zum wichtigen Fünf-Tore-Vorsprung. In den verbleibenden Minuten baute Deutschland die Führung durch schnelle Tore sogar noch weiter aus und feierte einen am Ende deutlichen 28:21-Sieg.


Solide Defensive bringt Deutschland zurück ins Turnier

Deutschland gewinnt diese Partie verdient und verdankt den Erfolg in erster Linie einer über 60 Minuten stabilen und kompromisslosen Abwehrleistung. Nach dem fehlerhaften Auftaktspiel zeigte die Mannschaft von Martin Heuberger genau die richtige Reaktion und hielt die physisch starken Franzosen erfolgreich in Schach. Während Julius Hein und William Reichardt dem deutschen Spiel in den entscheidenden Phasen Struktur gaben, überzeugte bei Frankreich vor allem Victor Gildas in der zweiten Halbzeit. Am Sonntag kommt es nun zum grossen Turnierabschluss, bei dem Deutschland auf die Gastgeber aus der Schweiz trifft, während Frankreich gegen Spanien gefordert ist.



 
 
 

Kommentare


bottom of page